Gehet wählen, redet vorher darüber…und fragt nach, ob die Freunde gewählt haben!

Die helle Seite der Macht und die soziale Mobilisierung zur Wahlbeteiligung

Von Achim Goerres

Wähler sind Menschen und wollen als solche mit ihrem Verhalten den sozialen Erwartungen ihrer Freunde  entsprechen und sozialem Druck entgehen. Dies lässt sich auch für die Wahlbeteiligung zeigen. Somit ist dies ein Aufruf, über soziale Netzwerke auf eine bestimmte Art die eigenen Freunde zur Wahl am 26. Mai aufzurufen. Weiterlesen

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“Gute Organisation und ein klein wenig Wagnis” – Ein Praktikum bei Ghana Statistical Services

Von Jonas Elis

Seit zwei Wochen arbeite ich bei den Statistical Services in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Ghana. Der Anlass ist die Durchführung meines Pflichtpraktikums im MA Survey Methodology an der Universität Duisburg-Essen. Auf diesem Wege Grüße ich hiermit alle KollegInnen und KommilitonInnen, von denen ich mich in der Hektik der Vorbereitungen nicht persönlich verabschieden konnte und berichte allen Interessierten in gegebener Kürze von den bisherigen Eindrücken. Weiterlesen

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Draußen vor der Tür? Russlanddeutsche Wähler und ihre unvollständige politische Integration in die deutsche Parteiendemokratie

Von Achim Goerres, Dennis C. Spies und Sabrina J. Mayer

Der Titel ist eine Anspielung auf das gleichnamige Drama von Wolfgang Borchert aus dem Jahr 1947, in dem der Protagonist Beckmann aus langjähriger Kriegsgefangenschaft sehnsüchtig in die Heimat zurückkehrt, um eine Gesellschaft vorzufinden, in der er keinen Platz mehr zu haben scheint. Dies umschrieb vielleicht die gefühlte Wirklichkeit einer signifikanten Teilgruppe der Russlanddeutschen im Jahr 2017.

Am 24. September 2017 waren 61,5 Millionen Deutsche aufgerufen, an der Bundestagswahl teilzunehmen. Jeder zehnte unter ihnen hatte einen Migrationshintergrund, war also selbst nach Deutschland migriert oder hatte mindestens einen Elternteil, auf den dies zutraf. Noch nie war die Gruppe dieser Migrantenwähler bei einer Wahl in Deutschland größer gewesen. Da es in den nächsten Jahren absolut und relativ zur Gesamtbevölkerung immer mehr Migrantenwähler geben wird, ist die politische Integration der Migrantenwähler in die deutsche Parteiendemokratie von zentraler Bedeutung. Weiterlesen

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Differences in men’s and women’s academic productivity persist and are most pronounced for publications in top journals

By Sabrina J. Mayer and Justus Rathmann

This blog post is based on the authors’ co-written article, “How does research productivity relate to gender? Analyzing gender differences for multiple publication dimensions“ published in Scientometrics. Find the original study here.

As a scientist, one’s work and oneself are constantly evaluated. This personal assessment is usually based on the number and prestige of published scientific articles. These assessments have become more and more important for scientists: Access to career opportunities, third-party funding, and additional university resources, all depend on how much and where one has published. Many previous studies have looked at publication rates. We know that in most cases, men publish on average more articles than women and that there is a gender publication gap. This gap in ‘how much’ one publishes is now well established. Weiterlesen

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Diskriminierung im Bundestag? Eine Untersuchung mittels eines Feldexperiments

Von Jakob Kemper

Jakob Kemper absolvierte sein Bachelorstudium in Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Seine Abschlussarbeit schrieb er am Lehrstuhl für Empirische Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Achim Goerres. In diesem Blogbeitrag diskutiert er die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit. Diese wurde Open-Access unter einer Creative-Commons-Lizenz online veröffentlicht.

Der Artikel 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland beinhaltet – unter anderem – den Passus, niemand dürfe wegen „seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft … benachteiligt oder bevorzugt werden“. Diesem Grundsatz entsprechend sollten der Staat und seine Vertreter keine Unterschiede in der Behandlung von Menschen machen, ob diese nun einen Migrationshintergrund haben oder nicht. Weiterlesen

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Mythos Erdogan-Fans: Warum die Unterstützung der Türken in Deutschland für Erdogan gar nicht so hoch ist

Von Achim Goerres

Im Juni 2018 wurden in der Türkei Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abgehalten. Im Vorfeld wurde diese enorm in den deutschen Medien diskutiert. Da lief zum einen ein sehr aktiver Wahlkampf türkischer Politiker in Deutschland ab. Solch eine intensive Ansprache von Wählern im Ausland ist eine äußerst seltene Erscheinung, da sich der Wahlkampf üblicherweise auf das eigene Land konzentriert. Zum anderen wurde die Loyalität der Türken in Deutschland zu einem autokratischen Präsidenten in einem Land kritisiert, das gemäß den allgemeinen Bewertungen des Freedom House Index (2018) von „partly free“ zu „not free“ herabgestuft worden war. Weiterlesen

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Welche Erklärungskraft zum politischen Verhalten besitzt der lokale Kontext gegenüber einer individuellen Ressourcenausstattung?

Von Jakob Schuchardt

Jakob Schuchardt erwarb seinen Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Seine Abschlussarbeit schrieb er am Lehrstuhl für Empirische Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Achim Goerres. In diesem Blogbeitrag diskutiert er die wichtigsten Ergebnisse seiner Arbeit.

„When only part of the people participate, the government is likely to be directed so as to violate the interests of the nonparticipators.“

So beschreibt Lester W. Milbrath (1972: S.142) ein zentrales Problem der politischen Partizipation. Wer innerhalb eines demokratischen Systems nicht partizipiert, dessen Interessen werden unter Umständen von den Regierenden übergangen. Ausgehend von dieser Problemstellung bildete sich in der Politikwissenschaft ein breiter Forschungsstrang zur Partizipation heraus. Einen vielbeachteten Ansatz zur Erklärung des Partizipationsverhaltens stellt das Ressourcenmodell politischer Partizipation von Henry E. Brady, Sidney Verba und Kay Lehman Schlozman (1995) dar, welches auf der Betrachtung der individuellen Ressourcen Zeit, Geld und bürgerlichen Fähigkeiten fußt. Weiterlesen

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Erfahrungsbericht: Ein Semester in New Orleans, Louisiana (USA)

Von Lukas Fiege

Lukas Fiege ist Student der Politikwissenschaft im Bachelor an der Universität Duisburg-Essen und studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für empirische Politikwissenschaft. Hier berichtet er von seinem Studienaufenthalt an der Tulane University in den Vereinigten Staaten.

Das Wintersemester 2017/18, mein fünftes Fachsemester im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft, verbrachte ich an der Tulane University in New Orleans, Louisiana, USA. Ich durfte die stadtspezifische sowie amerikanische Südstaaten-Kultur kennenlernen, mein wissenschaftliches Englisch verbessern und vor allem die Vorteile des amerikanischen Universitätssystems nutzen. Weiterlesen

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Welche Faktoren bedingen die Wahlentscheidung von Russlanddeutschen?

Von Achim Goerres, Sabrina J. Mayer, Dennis C. Spies

Wähler/innen mit Migrationshintergrund gegen ihren Willen? Eine Fokusgruppenanalyse von Identifikationen, politischen Themen und Bindungen der Russlanddeutschen während des Bundestagswahlkampfs 2017. Im Artikel, der kürzlich im Journal of Ethnic and Migration Studies erschienen ist, auch verfügbar auf researchgate.net, untersuchen wir die politischen Bindungen von Russlanddeutschen. Der folgende Beitrag ist eine Kurzfassung der zentralen Ergebnisse.

“Russlanddeutsche”, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland migriert sind, stellen heute mit knapp 2,4 der 6,3 Millionen Wähler/innen die größte Gruppe von Wähler/innen mit Migrationshintergrund (Destatis 2017). Weiterlesen

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Klasse, Themen, Kontext: Wer wählt die Alternative für Deutschland?

Von Achim Goerres, Dennis C. Spies, Staffan Kumlin

„Neue Arbeiterpartei“, „Volkspartei“ oder „Partei der Globalisierungsverlierer“? In einer Analyse wird untersucht, wie sich die Wählerschaft der Alternative für Deutschland (AfD) zusammensetzt. Während regionale Unterschiede kaum eine Rolle spielen, zeigt sich, dass neben kulturellen auch wirtschaftliche Überzeugungen einen grossen Einfluss haben können. Die Studie zu diesem Beitrag finden Sie hier.

Die Anfang 2013 gegründete Alternative für Deutschland (AfD) muss bereits aus heutiger Perspektive als eine der elektoral erfolgreichsten Parteineugründungen der bundesrepublikanischen Geschichte gelten. Während die AfD bei ihrer ersten Bundestagswahl die für die parlamentarische Repräsentation notwendige Fünf-Prozent-Hürde knapp verfehlte, konnte sie – trotz intensiv geführter parteiinterner Auseinandersetzungen – zuletzt bei der Bundestagswahl 2017 12,6% aller Stimmen auf sich vereinen und ist nun in 14 von 16 Landtagen vertreten. Angesichts ihres anhaltenden Wahlerfolgs und ihrer polarisierenden, EU-skeptischen und migrationsfeindlichen Programmatik, ist es wenig überraschend, dass die AfD auch in der Parteien- und Wahlforschung auf grossßes Interesse gestoßen ist. Weiterlesen

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