Plagiatssoftware 2 – Urheberrecht

Ich hatte im ersten Beitrag das Datenschutzrecht behandelt. Heute geht es um das zweite Schutzgut, das bei der Anwendung einer Software zum Auffinden identischer Textstellen von Bedeutung ist: das Recht der Urheberin an ihrem geistigen Eigentum. Die Regelungen hierzu finden sich im Urheberrechtsgesetz.

Wenn Werke gespeichert und vervielfältigt werden, dann darf das nur mit der Einwilligung der Urheberin geschehen. Bei Arbeiten, die im Rahmen des Studiums oder der Promotion zur Begutachtung vorgelegt werden ergeben sich die “Verwertungsmöglichkeiten” i.a. aus den einschlägigen Studien- und Promotionsordnungen. Eine darüber hinaus gehende Verwendung ist nicht zulässig.

Das bedeutet konkret, dass eine Übertragung an Dritte nur dann zulässig ist, wenn gewährleistet ist, dass diese die Datei nicht weitergeben, nur zum erlaubten Zweck verwenden und sobald wie möglich wieder löschen. Im Falle der Plagiatsprüfung (bei einem Anfangsverdacht) kann eine Datei mit Hilfe einer Plagiatserkennungssoftware geprüft werden, wenn die einschlägige Prüfungsordnung eine entsprechende Regelung enthält. Nach der Prüfung wird die übertragene Datei wieder entfernt.

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