Historische Mercator-Atlanten in DuEPublico

Gerhard Mercator war einer der bedeutendsten Gelehrten des 16. Jahrhunderts und unter anderem Geograph, Kartograf und Professor für Kosmografie an der historischen Universität Duisburg.

Er verwendete 1595 als erster “Atlas” als Begriff im Titel eines geographischen Kartenwerks (Atlas sive Cosmographicae Meditationes de Fabrica Mundi et Fabricati Figura, auf Deutsch: „Atlas oder kosmografische Betrachtungen über die Schöpfung der Welt und die Form derselben“) und stellte damit einen Bezug zu dem mythischen König Atlas von Mauretanien her, der besondere Kenntnisse im Bereich der Astronomie gehabt haben soll.

Mit seiner großen Weltkarte von 1569 (Nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium) erlangte Mercator Weltruhm. Er entwickelte ein Verfahren, bei dem die gekrümmte Erdkugel auf eine Ebene projiziert wird und dabei die ursprüngliche Form der Kartenobjekte erhalten bleibt. Außerdem ist diese Abbildung „winkeltreu“ zum Globus (d.h. die Winkel ändern sich nicht), was insbesondere für die See- und Luftfahrt von Bedeutung war. Das Verfahren wird als „Mercator-Projektion“ bezeichnet.

Bildquelle: Mercator, G., 1578. Tabulae Geographicae Claudii Ptolemaei: ad mentem autoris restitutae & emendatae. Kempen. Online unter: https://duepublico2.uni-due.de/rsc/viewer/duepublico_derivate_00070257/mercator-mrj-2299-160.tiff

Die Mercator-Projektion findet sich auch heute noch in Atlanten und auf Weltkarten. Darüber hinaus stellt das globale Koordinatensystem „UTM“ (engl. Universal Transverse Mercator), mit dem moderne Satelliten-Navigationssysteme arbeiten, eine Weiterentwicklung dieses Verfahrens dar.

Die Universitätsbibliothek Duisburg-Essen hat in den Jahren 1994 bis 1996 sechs kostbare Mercator-Atlanten erworben, vier davon aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert. Diese vier können in DuEPublico in digitalisierter Form eingesehen werden: https://duepublico2.uni-due.de/content/mercator/.

Stöbern Sie und sehen Sie sich zum Beispiel an, wie Ihre Welt zu Zeiten Gerhard Mercators aussah!

 SEQ Abbildung \* ARABIC Bildquelle: Mercator, G., 1628. Atlas Minor Gerardi Mercatoris. Ianssonius, Amsterodami, S.367. Online unter: https://duepublico2.uni-due.de/rsc/viewer/duepublico_derivate_00071089/Mercator Atlanten D 52 MRJ 2320-383 S189.tif   
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