50 Jahre UBs: Eine Bibliothek für den Campus Essen

50 Jahre Hochschulbibliotheken

Innenansicht der Gesamthochschulbibliothek Essen im Gebäude R11 (10.08.1978)

Ähnlich wie in Duisburg war die 1972 eingerichtete Gesamthochschulbibliothek (GHB) zu Anfang räumlich noch über die gesamte Stadt verteilt und konnte erst nach und nach auf den im Bau befindlichen Campus wandern. Im April 1973 zog die Bibliothekszentrale zunächst übergangsweise in ein Industriegebäude an der Hans-Böckler-Straße. Mit der Fertigstellung des Allgemeinen Verfügungszentrums als erstem Gebäude am heutigen Campus Essen (heute Gebäude R12) folgte zum Sommersemester 1974 der Übergang in die vorläufige Unterbringung am heutigen Standort.

Im Februar 1977 – fünf Jahre nach der Gründung der GH – war es dann endlich soweit: Nach Abschluss der sogenannten „Baustufe ´75“ bezog die GHB mit den Fachbibliotheken Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften ihre neuen Räumlichkeiten zwischen Reckhammerweg und Universitätsstraße! Ihr standen damit fast 9.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.

Dem einschichtigen Bibliothekssystem mit guter Anbindung der Fachbibliotheken an die Räumlichkeiten der Fachbereiche war damit Genüge getan: Die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften grenzten unmittelbar an den Neubau an, die Fachbibliotheken Mathematik und Naturwissenschaften sowie die Ingenieurwissenschaften waren in den entsprechenden Gebäuden am neuen Campus untergebracht.

Damit waren allerdings nicht alle Bibliotheksbestände an einem Ort vereint, was vor allem damit zusammenhing, dass der GHB nicht ausreichend Hauptnutzfläche zur Verfügung stand. Die Fachgebiete Musik und Vermessungswesen waren daher im Gebäude der alten Pädagogischen Hochschule in der Henri-Dunant-Straße untergebracht. Die Medizinbestände verblieben hingegen sinnvollerweise am Klinikum.

Das Nutzflächen-Problem sollte im Laufe der Bibliotheksentwicklung bestehen bleiben. Mangels Raumzuwachs mussten daher Benutzer:innenarbeitsplätze immer wieder Bücherregalen weichen. Erst dank des zunehmenden Online-Angebots von Bibliotheksmedien (E-Books, Zeitschriftenartikel, Datenbanken) seit den 2000er Jahren ließ sich eine „Trendwende“ einläuten, die eine Reduzierung von Printbeständen zugunsten von Arbeitsflächen ermöglichte.

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