50 Jahre UBs: Eine sehr lange Geschichte – Bibliotheksbau und Raumnutzung

Ein sich die gesamte Bibliotheksgeschichte durchziehender roter Faden stellen die Bau- und Raumnutzungsplanungen dar: Von Beginn an spielten in Duisburg und in Essen sowie auch nach der Fusion zur UDE im Jahre 2003 die Knappheit an Nutz- und Arbeitsflächen eine große Rolle in der Bibliotheksarbeit.

Die Abteilung Geisteswissenschaften der Gesamthochschule Duisburg im Gebäude LE (1975)

Bei der Gründung der neuen Gesamthochschulen (GH) im August 1972 war diese Situation vor allem damit begründet, dass noch keine Gebäude für die neuen Einrichtungen fertiggestellt waren. Insofern konnte auch die intendierte Zusammenführung von Bibliotheksbeständen der Vorläuferinstitutionen (Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen) nicht unmittelbar realisiert werden.

Für die GH sahen die Planer:innen den stufenweisen Bau von schnell zu errichtenden und flexibel erweiterbaren Gebäuden auf zentral gelegenen Campussen vor:

  • In einer ersten Stufe sollten bis 1974 sogenannte „Allgemeine Verfügungszentren“ errichtet werden mit einer Nutzfläche von knapp 38.000 qm.
  • In der zweiten und umfangreichsten Baustufe (bis 1976) sollten weitere 230.0000 qm hinzukommen.
  • Eine dritte „Baustufe 1980“ mit zusätzlichen 160.000 qm wurde zwar vorgesehen, aber nicht mehr realisiert.

In diese Bauplanungen wurden unmittelbar auch die Bibliotheken einbezogen, die keine separaten Gebäude erhalten, sondern mit den Fachbibliotheksbeständen unmittelbar in die gleichen Bauten einziehen sollten wie die zugehörigen Fachbereiche. Auf diese Weise wurde eine gute Anbindung und Erreichbarkeit sowie die Nähe zu den Benutzer:innen aus den Fächern sichergestellt. Eine hohe Benutzer:innenfreundlichkeit sollte erreicht werden durch die Erreichbarkeit der zentralen Dienstleistungen unmittelbar vom Haupteingangsbereich aus: Orts- und Fernleihe, Auskunft, Bibliographien und Nachschlagewerke, Lehrbuchsammlung. Auch die Büros der Fachreferent:innen als direkte Ansprechpartner:innen für alle fachbezogenen Fragen waren unmittelbar in diesem zentralen Bereich verortet.

Die Realisierung der Planungen verlief in Duisburg und Essen jedoch höchst unterschiedlich, wie wir in den kommenden BibBlog-Beiträgen berichten werden.

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