50 Jahre UBs: Aufnahme des Bibliotheksbetriebs in Duisburg und Essen

50 Jahre Hochschulbibliotheken

Als 1972 die Gesamthochschule Duisburg und damit auch eine eigene Hochschulbibliothek gegründet wurde, übernahm diese die Medienbestände aus den Vorgängereinrichtungen der ehemaligen Fachhochschule sowie der Duisburger Abteilung der Pädagogischen Hochschule Ruhr. Die neue Bibliothek wurde organisatorisch in die fünf Fachbibliotheken Geisteswissenschaften, Soziologie und Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften gegliedert. In der sogenannten Bibliothekszentrale waren die Buchbearbeitungs-, Verwaltungs- und Bestellzentrale verortet.

Die räumliche Unterbringung in Duisburg erwies sich zu Anfang als äußerst schwierig. So musste die Bibliothekszentrale zunächst mit einer viel zu kleinen Nutzfläche in der Abteilungsbibliothek der ehemaligen Pädagogischen Hochschule (heute Gebäude LA, LB, LC und LD) auskommen. Erst im Oktober 1974 – 26 Monate nach Aufnahme der Bibliotheksarbeit – konnte sie einige angemietete Räumlichkeiten beziehen, die zuvor von einer Autovertretung verwendet wurden und sich vorläufig als ausreichend erwiesen. Mit der Fertigstellung des sogenannten Allgemeinen Verfügungszentrums der Gesamthochschule (heute Gebäude LE) im März 1974 hatte sich zudem die Situation für die Fachbibliotheken Geisteswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften entspannt, die eine Gesamtnutzfläche von fast 1.000 qm beziehen konnten.

Bau des Allgemeinen Verfügungszentrums in Duisburg (heute Gebäude LE), 25.06.1973

Diese schwierige Raumsituation spiegelte sich im Aufbau des Bibliotheksbestands wider: Zum 1. August 1972 standen zunächst „nur“ 95.000 Bücher zur Verfügung, bis Ende 1975 sollte diese Zahl aber schnell auf 232.000 Titel anwachsen.

In die Essener Gesamthochschulbibliothek gingen neben den Buch- und Zeitschriftenbeständen von Fachhochschule und Pädagogischer Hochschule auch die Medienbestände des Klinikums auf. 190.000 Bände umfasste allein der Altbuchbestand, der bis zum Ende des Jahres 1973 auf 238.000 Bände anwachsen sollte. Neben der Gliederung nach Fachbibliotheken wie sie in Duisburg eingerichtet wurden, kamen die Fachbibliothek für Medizin sowie die Fachbibliothek für Kunst und Design hinzu.

Als zentrale Aufgabe stand sowohl in Duisburg als auch in Essen zunächst im Vordergrund, alle Medien in Gesamtkatalogen zu erfassen, um für Studierende und Wissenschaftler:innen die Benutzung zu ermöglichen. Das wurde vor allem dadurch erschwert, dass die Vorgängerbibliotheken teilweise überhaupt keine Bestandserfassung vorgenommen hatten. Um den Bestand schnell und systematisch zu erweitern und den Bedürfnissen der Nutzer:innen an den neuen Hochschulen gerecht zu werden, stand zunächst die umfangreiche Beschaffung von Bibliographien im Vordergrund.

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