Mein Praktikum im Universitätsarchiv

Die Katakomben der Universität bergen so manches gut gehütete Geheimnis. Spinnweben, flackernde Lichter, ein dunkler, sich windender Gang. Was sich hinter der nächsten Biegung verbirgt, ist nicht zu erkennen. Doch dieser Gang führt keineswegs in ein unterirdisches Labor, wie es vielleicht die Medizinische Fakultät der UDE vermuten lässt. Nein. An dessen Ende lagern Akten von unschätzbarem historischem Wert. Akten, die zum Teil bis 1882 zurückreichen. Ein scheinbar langer Zeitraum, der im Archivwesen jedoch eher einem Wimpernschlag gleicht.

Ein kleines Grüppchen von Archivmitarbeitenden sorgt im Universitätsarchiv dafür, dass aus diesem Wimpernschlag mehrere Jahrhunderte werden und auch nachfolgende Generationen das Wissen dieser Quellen nutzen können. Ein Grüppchen, dem ich für vier Wochen angehören durfte.

Den Pressespiegel verzeichnen, Kooperationsverträge erschließen und im Magazin für Social-Media-Beiträge recherchieren, waren nur einige meiner Aufgaben. Ich hatte außerdem die Möglichkeit, mich der Aktenautopsie von Prüfungsunterlagen zu widmen. Aktenautopsie – ein Begriff, der durchaus in die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre des Kellers passt, aber wenig mit der Obduktion einer Leiche gemein hat. Auch wenn sich im weiteren Sinne beides nicht ganz unähnlich ist. Geht es bei der Aktenautopsie doch vor allem darum, sich mit der Akte, ihrem Aufbau und ihrem Inhalt eingehend zu beschäftigen.  Vielen Dank an das engagierte, freundliche und immer hilfsbereite Archivteam, von dem ich in diesen vier Wochen viel lernen konnte.

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