Kommunikation – von der Depesche bis zum Tweet

FlyerDer diesjährige „Tag der Archive“ inspirierte die teilnehmenden Archive dazu, eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu bauen. Und so gab es am Samstag, dem 7. März in den Räumlichkeiten des Stadtarchivs alte und neue Schätze aus sechs Duisburger Archiven zu bewundern.

Das Universitätsarchiv widmete sich den Streiks, Protesten und Demonstrationen von Studierenden und zeigte den Wandel der Protestkultur anhand von Fotos, Zeitungsausschnitten und Streikutensilien, wie T-Shirts und Buttons auf.

 

Während in den 1970er und 1980er Jahren vor allem Graffitischriftzüge und Plakate an den Universitätsgebäuden sowie öffentliche Kundgebungen eine beliebte Form der Protestkommunikation waren, bildet die digitale Welt heute eine ergänzende und nicht zu unterschätzende Komponente der Studierendenproteste an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Vor allem im Bereich der Informationsvermittlung bieten Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram neue Möglichkeiten. Durch öffentliche Accounts ruft beispielsweise der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) zum Protest auf, berichtet aber auch retrospektiv.

Vitrine

Bunt wurde es durch die Archivalien des Archivs für alternatives Schrifttum. Die Transparente und Stelltafeln, die einst Büchertische von verschiedenen politischen Gruppen geziert hatten, schmückten einen großen Teil des Raumes. Das Grillo-Archiv zeigte alte Kommunikationsmittel wie Rohrpost-Büchsen und Radiogramme, während das thyssenkrupp Konzernarchiv mit einem der ersten Personal-Computer aus dem Jahr 1979, einem Commodore, aufwartete.

Die Abteilung Rheinland des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen legte einen Schwerpunkt auf die Authentizität von Kommunikation und stellte dazu eine Urkunde aus dem Jahr 1261 als Beispiel für die verschiedenen Beglaubigungsmittel, die im Mittelalter benutzt wurden, aus. Zum Schmunzeln brachte die Besucher*innen die Auswahl des Stadtarchivs, deren Dokumente verschiedene Konzepte der Verwaltung zur „Verbesserung der Bürgerkommunikation“ in der Nachkriegszeit aufzeigten und aufgrund ihrer Formulierungen manchmal einen ungewollt humoristischen Klang erhielten.

Besucher

 

Für das Universitätsarchiv bot sich durch die Teilnahme wieder eine gute Möglichkeit, um interessierte Bürger*innen über die Bestände und die Arbeit des Archivs zu informieren und sich mit den Kolleg*innen auszutauschen.

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