Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

IMG_2252Am 15. Oktober 2017 ist es wieder soweit und der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche verliehen.

In diesem Jahr geht der Preis an Margaret Atwood, eine beeindruckende Kanadierin, die bereits viele Preise für Ihre Werke, insbesondere auch ihr Lebenswerk erhielt. Im Jahr 2009 wurde sie beispielsweise von der Stadt Dortmund für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Eines ihrer Werke wurde bereits als Dramaserie verfilmt und gewann mehrere Emmys. Die Laudatio wird die österreichische Autorin Eva Menasse halten und die Feier wird live im ZDF übertragen.

Atwood in der Universitätsbibliothek:

Ihr Werk ist vollständig im englischsprachigen Original sowie in deutscher Übersetzung in der Universitätsbibliothek Duisburg-Essen vorhanden – und aus aktuellem Anlass derzeit in der Fachbibliothek GW/GSW aufgestellt. Die Bücher können sofort ausgeliehen werden. Hier geht es zum Katalog Primo.

Wir haben eine Website mit den wichtigsten Infos zu Frau Atwood und ihren Werken erstellt. Diese finden Sie hier.

Atwood ist eine der wichtigsten Autorinnen ihres Landes, ihr umfangreiches Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt (darunter Persisch, Japanisch und Türkisch). Es beschreibt die sich wandelnden Denk- und Verhaltensweisen ihrer Mitmenschen, sowohl literarisch in utopischen wie dystopischen Fiktionen als auch essayistisch und sachlich in politischen Texten. Dabei blicke sie „mit wachem Bewusstsein und tiefer Men­schenkenntnis auf die Welt“ und setze sich für Toleranz und Mitmenschlichkeit ein – so die Begründung der Jury.

Weitere interessante Fakten:

Ihr Roman “A handmaid’s tale” (Der Report der Magd) wurde 1990 unter dem Titel “Die Geschichte der Dienerin von Volker Schlöndorff verfilmt. Der Streaming-Anbieter Hulu, der nur in den USA verfügbar ist, machte aus dem Roman eine Serie, die bei der diesjährigen Emmy-Verleihung mehrere  Preise gewann, unter anderem für die beste Serie, die beste Hauptdarstellerin, die beste Regie und das beste Drehbuch.
In Amerika bewertet man den Roman als Analogie zur Trump-Regierung, da der Präsident eine konservative Abtreibungspolitik befürwortet.

Inzwischen hat sich die Telekom die Rechte gesichert und zeigt die erste Staffel seit dem
4. Oktober 2017.

Im Rahmen des Projektes “Future Library” der schottischen Künstlerin Katie Paterson übergab Margaret Atwood als erste Autorin ihr unveröffentlichtes Manuskript “Scribble Moon” der “Deichmanske bibliotek” in Oslo, wo es zusammen mit weiteren Texten anderer Autoren bis 2114 verwahrt und dann erst veröffentlicht werden soll.

Laut einem Interview in der Zeit hat sie ein Literaturnetzwerk namens “Longpen” gegründet, um per Internet Bücher zu signieren.

Sie veröffentlichte bereits mehrere Texte ausschließlich im Internet, u.a. auf der Plattform “Wattpad“.

Vielen Dank insbesondere an unsere Kolleginnen Dorothee Graf und Kirstin Wegener, die sich intensiv mit dem Leben und den Werken von Margaret Atwood beschäftigte und uns bei diesem Beitrag unterstützt haben.

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