Ordnung vs. Unordnung: Fördert Chaos Kreativität?

“Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über seinen Benutzer aus?”
Albert Einstein

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Ein aufgeräumter Arbeitsplatz wird als vorbildlich angesehen. Moderne Bürokonzepte wie ‘Desk-Sharing’ funktionieren überhaupt nur, wenn der Schreibtisch zu jedem Feierabend ordentlich aufgeräumt hinterlassen wird. Vermehrt belegen Studien aber, dass zuviel Ordnung die Kreativität hemmt. Siegfried Preiser, Professor an der Psychologischen Hoschschule Berlin behauptet, dass Unordnung Assoziationen auslösen und so Ideen entstehen können.

Den Effekt des unordentlichen Büros auf die Kreativität haben z. B. amerikanische Wissenschaftler der University of Minnesota in einem Experiment untersucht. Es wurden zwei Konferenzzimmer vorbereitet. In einem Zimmer wurden die Arbeitsmaterialen ordentlich aufgereiht auf den Tischen zur Verfügung gestellt. In dem zweiten Zimmer lagen sie verstreut im ganzen Raum herum. Das Ergebnis der Studie belegte, dass die Probanden im chaotischen Zimmer deutlich mehr kreative Ideen produzierten, als die Gruppe im ordentlichen Zimmer.

Siegried Preiser empfiehlt den bewussten Wechsel zwischen Chaos und Ordnung in der Lern-/Arbeitsumgebung zu suchen. Die Bibliothek unterstützt ihre Nutzer dabei, indem ruhige Arbeitsplätze für das konzentrierte und strukturierte Arbeiten, aber auch Gruppenarbeitsbereiche mit der Möglichkeit zur Nutzung von White-Boards für das ‘kreative Chaos’ angeboten werden.

Die Studie kann im Hochschulnetz über Primo aufgerufen werden. Für Angehörige der UDE auch von ausserhalb via VPN. Bücher von Siegfried Preiser sind ebenfalls in Primo zu finden.

^om

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