Wahlen digital im Netz – die Landtagswahl NRW 2012 am 13. Mai

Wahlergebnisse im Netz schneller und aktueller erfahren – leider eine Illusion, die Forschungsgruppe Wahlen und Infratest Dimap publizieren Ihre Ergebnisse am Wahlabend zunächst immer exklusiv (aber nicht mehr analog) im Fernsehen.

Dafür haben aber die Sender spezielle Themenseiten für die Landtagswahl eingerichtet:

Bei Twitter lässt sich der Wahlkampf unter dem Hashtag #NRW12 verfolgen. Im Vorfeld kann man sich aber im Netz ganz hervorragend auch über seine Direktkandidaten im Wahlkreis informieren. Bei Wahlrecht.de kann genaueres über das eingesetzte Wahlverfahren (Erst- und Zweitstimme), das Sitzverteilungsverfahren und über aktuelle Umfrageergebnisse in Erfahrung gebracht werden:

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm

Auch die Wahlergebnisse finden sich dort nach der Wahl. Abgeordnetenwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht Direktkandidaten zentral und öffentlich ansprechbar zu machen. Dort können Anfragen mit den Kandidaten transparent diskutiert werden. Es gibt auch dort ein spezielles Portal für die Landtagswahl NRW:

http://www.abgeordnetenwatch.de/landtagswahl_nrw-610-0.html

Wer sich dann immer noch nicht entscheiden kann wo das Kreuzchen hingehört, dem hilft der Wahl-O-Mat vielleicht weiter. Den gibt es wohl für Android auch sogar als App, diese hinkt aber noch hinterher und meint in Schleswig Holstein sei die nächste Landtagswahl.

Abgeordnetenwatch hat einen lokalen “Wahl-O-Mat” realisiert, der Ihre Ansichten mit denen Ihrer Direktkandidaten vergleicht:

http://kandidatencheck.abgeordnetenwatch.de/landtagswahl_nrw-610-0.html

Für die Netzpolitik interessierten Leser können auch die Wahlprüfsteine für die Landtagswahl der Free Software Foundation Europe und die entsprechenden Wahlprüfsteine von Wikimedia Deutschland eine Entscheidungshilfe sein.

Auch der Landtag NRW hält traditionell immer ein spezielles Webangebot für die Wahlen bereit.

UPDATE: Das Wahlergebnis findet sich hier.

Wer nach der Wahl wissen möchte was seine Nachbarn bzw. das soziale Umfeld im Wahlbezirk gewählt hat, wird auf den Webseiten der einzelnen Städte und Gemeinden in NRW gut informiert (z.B. Stadt Duisburg und Stadt Essen).

Viel Spaß und einen spannenden Wahlabend im Netz oder doch besser auf dem Sofa vor der Glotze – dann natürlich mit Smartphone oder Tablet griffbereit!

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Visualisierung von Information

Um etwas Farbe in den Blog-Alltag zu bringen möchte ich auf einen kurzen Film aufmerksam machen, der keinen weiteren Kommentar benötigt. Der kurze Beitrag von Column Five Media zeigt in beeindruckender Weise, wie durch den Gebrauch visueller Elemente wie Farben, Schriften, Bilder, komplexe Informationen verständlicher dargestellt werden können.

YouTube Preview Image

 

Wenn Sie Unterstützung bei der Visualisierung Ihrer Inhalte auf Webseiten oder in Moodle-Kursen wünschen, wenden Sie sich an die Servicegruppe Contententwicklung und Design des ZIM.

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Timelines – Zeitleisten im Web (3)

In zwei Blog-Einträgen wurden schon Zeitleisten eingeführt (http://blogs.uni-due.de/zim/2011/11/04/timelines-zeitleisten-im-web-1/) und dargestellt (http://blogs.uni-due.de/zim/2011/11/08/timelines-zeitleisten-im-web-2/).

Mit Timeline von Verite (http://timeline.verite.co) gibt es nun eine weitere Javascript-Library, die ihren Fokus auf das Einbinden von verschiedenen Medien und Medieninhalten gelegt hat. Schon implementiert sind Schnittstellen zu Twitter, YouTube, Flickr, Vimeo, Google Maps und Soundcloud. Weitere sollen folgen. Praktisch ist, dass Links einfach in jedes Feld eingegeben werden können; sie werden automatisch erkannt und in der Ausgabe richtig dargestellt. Über CSS-Einstellungen kann die Ausgabe angepasst werden.

Die Anleitung auf der Seite ist gut und es existiert auch ein Generator für Embeded Code. Vorhanden ist auch schon ein WordPress-Plugin (http://wordpress.org/extend/plugins/timeline-verite-shortcode/).

Die Eingabe-Daten werden über http://de.wikipedia.org/wiki/JSON eingelesen. JSON ist ein kompaktes Datenformat und wird zum Teil als Ersatz für XML verwendet. Es ist jedoch immer auf die Einhaltung der Syntax zu achten. Für die Fehlerbehebung kann ein Online-Tool (http://jsonlint.com/) helfen. Wer der Cloud nicht traut kann sich auch ein Tool installieren; für Mac z. B. Jason (http://olivierlabs.com/jason/). Eine weitere Eingabemöglichkeit ist die Verknüpfung mit einem Google-Dokument. Hierfür gibt es auch eine Vorlage.

Ein Nachteil hat Timeline zur Zeit: Geräte mit Touchscreens werden noch nicht richtig unterstützt. Aber dies ist erkannt und soll sich in einer der nächsten Versionen ändern.

Auch zu Timeline gibt es ein Beispiel mit einigen Daten aus UDE seit der Gründung. Bei den Mercator-Professuren wurden die Vorträge eingebunden, bei “Poet in Residence” jeweils das zugehörige Plakat.

Hier geht es zum Beispiel:

 

Fazit: Timeline ist ein Open-Source-Projekt, bietet eine schöne Zeitleiste und einfache Möglichkeiten Multimedia-Inhalte einzubinden.

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Das iPad in Lehrveranstaltungen

Ich gehe mal davon aus, dass der letzte Blogbeitrag zu den Abstimmungssystemen auf ein breites Interesse gestoßen ist ;-) .  Deshalb möchte ich auf ein Pilotprojekt der Universität Kassel zum Mobile Learning hinweisen, bei dem mobile Geräte, insbesondere iPads, u. a. als Abstimmungswerkzeug in Lehrveranstaltungen eingesetzt wurden:

Wegener, R.; Bitzer, P.; Oeste, S. & Leimeister, J. M. (2011): Motivation und Herausforderungen für Dozenten bei der Einführung von Mobile Learning. In: 41. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, Berlin, Germany. http://www.uni-kassel.de/fb7/ibwl/leimeister/pub/JML_234_b.pdf

Die Nutzung der mobilen Geräte für Abstimmungsverfahren sowie für andere Einsatzszenarien wurde von den Studierenden (man vermutet es) als Mehrwert gesehen. Aber wie beurteilen die Dozierenden die Herausforderung, bisherige Lehr-Lern-Arrangements umzugestalten, Gewohnheiten zu überdenken? Der Fokus auf die Sicht der Dozierenden, auf Mehraufwände, Anpassung oder Neuausrichtung von Lehrgewohnheiten machen diesen Artikel so interessant. Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse zusammen.

Quelle: s.o. S.12

Das ZIM unterstützt Sie gerne bei Ihren Plänen zum Einsatz mobiler Geräte in Lehrveranstaltungen.

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Klicken wie bei Günther Jauch

titelte die FAZ in ihrer Ausgabe vom 31.März/1.April 2012 einen Beitrag in der Rubrik „Beruf und Chance“. Dieser Artikel betrachtet die Lehre an deutschen Hochschulen und schätzt sie als erheblich verbesserungswürdig ein. Die aufgeführten Ursachen und Aspekte dieser Situation möchte ich hier übergehen. Erwähnenswert finde ich aber einen dargestellten Ansatz, dem  Studierenden-Wunsch  nach „… vor allem viel mehr Austausch mit anderen Studenten und den Dozenten“ nachzukommen:

Prof. Dr. Peter Riegler, Hochschuldidaktiker an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, „beschreibt eine Methode, die … auch in Vorlesungen mit vielen Studenten angewendet werden kann. ‚Als Hilfsmittel geben wir den Studenten elektronische Geräte, sogenannte Klicker‘ Dann stellt der Dozent eine Frage. ‚Man sollte die Frage über etwas stellen, von dem man weiß, dass es Studenten schwerfällt, die richtige Antwort zu kennen‘.  In der ersten Runde verteilen sich die Antworten der Studenten oft ziemlich gleichmäßig auf die vorgegebenen Möglichkeiten. ‚Nun werden die Studierenden zu Lehrenden gemacht‘. … Der Dozent fordere sie auf, mit den Sitznachbarn zu diskutieren, sie zu überzeugen.  ‚Dann machen die Leute Wissenschaft: Sie üben gutes stimmiges Argumentieren‘. Danach werde die Frage noch mal gestellt: Nach aller Erfahrung antworten nun 80 bis 90 Prozent richtig“.

Wenn Sie sich für die Möglichkeit interessieren, mit Abstimmungen alle TeilnehmerInnen einer Veranstaltung auf innovative Weise einzubeziehen, Klarheit zu gewinnen über ihren Wissensstand, schnell und ohne große Umstände ein Meinungsbild herzustellen können Sie in den Servicezentralen des ZIM das Abstimmungssystem Activote ausleihen.

        

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.uni-due.de/zim/services/geraeteausleihe/activote.shtml

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