Vor 50 Jahren: Universitätsarchiv – Studierende von Gebühren befreit

Ab April sollen die Studierenden keine Prüfungs- und Studiengebühren mehr zahlen müssen, verkündete Ministerpräsident Heinz Kühn Ende Januar 1970 auf einer Pressekonferenz und legte den Entwurf eines Hochschulgebührengesetzes vor. Dieser Entschluss wurde im Plenum des Landtags von allen Fraktionen begrüßt. So äußerte sich der Abgeordnete Hans-Günther Toetemeyer von der SPD in der 2. Lesung am 21. April wie folgt: „Insofern betrachten wir diesen Tag in diesem Haus als einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer wirklich echten Chancengleichheit auch in diesem Bereich.“

Das Land verzichtete damit jährlich auf rund 18 Millionen D-Mark an Einnahmen, sparte aber auch Verwaltungskosten ein. Es sollte noch geprüft werden, ob auch aus anderen Bundesländern stammende Studenten von den Gebühren befreit werden können. Um einen zu starken Zulauf auf die Universitäten im Land zu vermeiden, wurde ein „Abkommen auf Gegenseitigkeit“ mit den übrigen Regierungschefs der Bundesländer angestoßen.

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Bildquelle: UDE – UA
Studierende im Juni 1975 an der Lotharstraße in Duisburg auf der Campuswiese. Im Hintergrund die Großplastik “Doppel-Spirale” von Karl Prasse.

 

In der Reihe „Vor 50 Jahren“ informiert das Universitätsarchiv regelmäßig über historische Ereignisse.

 

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