Buchtipp: Winterbienen von Norbert Scheuer

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1944. Ein kleines Dorf in der Eifel. Der zweite Weltkrieg hat schon viele Opfer gefordert. Egidius Arimond lebt nur noch, weil sein Bruder ein Kriegsheld ist, denn Epileptiker kann das deutsche Volk nicht durchfüttern. Seine Bienenzucht hält ihn am Leben, aber auch Geld verschafft ihm nun keine Medikamente mehr. Aus seinem Tagebuch:

 „Freitag, 24. März 1944
Die Winterbienen werden bald sterben, sie sehen erbärmlich aus. Nach den langen, frostigen Monaten ist ihre ganze Lebenskraft verbraucht; geschunden von der Arbeit im Dienst für ihr Volk, sind ihre kleinen Leiber ganz kahl geworden, die Flügel abgenutzt und eingeknickt. Von ihren Schwestern aus dem Stock geworfen, werden sie von Amseln und Eichelhähern gefressen.“

„Klug“, „subtil“, „klar“, „präzise“ – den vielen positiven Rezensionen kann ich nur zustimmen!

Scheuer, Norbert, 2019. Winterbienen : Roman, München: C.H.Beck.
E11 CSNS6513(3)

-A.Keusemann-

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