Georg-Büchner-Preis geht an Lukas Bärfuss

Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Romane “Hundert Tage” (E11 CSNB1796) über den Völkermord in Ruanda und “Koala” (E11 CSNB2564) über den Suizid seines Bruders sowie das Bühnenstück “Die sexuellen Neurosen unserer Eltern”. Bärfuss wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis.
Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958) und Günter Grass (1965). Im vergangenen Jahr wurde die Schriftstellerin Terézia Mora ausgezeichnet. (WDR)

Lukas Bärfuß (4)

Begründung der Jury:
»Mit Lukas Bärfuss zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus. In einer distinkten und dennoch rätselhaften Bildersprache, karg, klar und trennscharf, durchdringen sich nervöses politisches Krisenbewusstsein und die Fähigkeit zur Gesellschaftsanalyse am exemplarischen Einzelfall, psychologische Sensibilität und der Wille zur Wahrhaftigkeit. Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens. Es sind Qualitäten, die zugleich Bärfuss‘ Essays prägen, in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleitet.«

Die Verleihung des Preises soll am 2. November 2019 in Darmstadt erfolgen. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an herausragende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Er wird finanziert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Darmstadt.

“Der Georg-Büchner-Preis wurde zum ersten Mal am 11. August 1923 verliehen. Er war vom damaligen Volksstaat Hessen gestiftet und in der Landeshauptstadt Darmstadt übergeben worden. Er wurde an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger verliehen.” (Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung)

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