Azubi im Ausland #1

Während der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationen dürfen unsere Azubis für fünf Wochen eine Bibliothek im Ausland besuchen, um auch dort Erfahrungen für den eigenen Beruf zu sammeln. Hier berichtet unsere Auszubildende Esther Schröder über ihren Aufenthalt in Schweden:

SchröderWährend meiner Ausbildung zur FaMI hatte ich letztes Jahr das Vergnügen mit Erasmus+ ein fünfwöchiges Auslandspraktikum machen zu dürfen. Das Ganze wurde vom Robert-Schmidt-Berufskolleg in Essen unterstützt. Nun war die Frage: Österreich oder Schweden?

“Bei meiner Ankunft war ich zwei Tage ohne Gepäck.”

Die Wahl fiel mir nicht schwer. Auch wenn ich Bedenken hatte, dass ich mich dort nicht zurechtfinden und Verständigungsschwierigkeiten haben könnte. Also machte ich mein fünf wöchiges Praktikum in der Hochschulbibliothek an der Högskolan i Borås. Um Anreise und Unterkunft musste man sich selber kümmern.

Borås liegt zwischen Göteborg und Jonköping und hat sich die Bezeichnung als Textil- und Skulpturenstadt mehr als verdient. Bei meiner Ankunft war ich zwei Tage ohne Gepäck. Danach hatte es sich dann doch noch entschieden mir nachzureisen.

In der Bibliothek wurde ich herzlich empfangen. Hier haben sich alle geduzt. In den Pausen saß man beisammen und hat sich unterhalten. Eine mit der wichtigsten Pause war „Fika”. So wird hierzulande die Kaffeepause genannt. Weil ich außer ein paar Worten, die ich mir angeeignet habe, der schwedischen Sprache nicht mächtig bin, gab es immer jemanden der mir den Inhalt des Gesprächs auf Englisch zusammengefasst hat. Oder es wurde sich direkt auf Englisch unterhalten, so dass ich mitreden konnte. Auch das Arbeiten war sehr entspannt und das lag nicht nur an dem Puzzletisch der in einem Büro stand.

SchröderCollageAlle waren sehr offen und hilfsbereit und haben sich sehr viel Mühe mit der Gestaltung meines Aufenthalts gegeben. So wurde mir unter anderem ein Besuch in der Stadtbibliothek und im Bibliotheksmuseum ermöglicht. Zudem hatte ich auch die Möglichkeit zahlreichen Besprechungen und Veranstaltungen für Erasmusstudenten beizuwohnen. So kam man auch mit anderen Leuten anderer Kulturen ins Gespräch. Die Mittagspausen versüßte ich mir mit einer „Kanelbullar“. Das sind schwedische Zimtknoten und frisch aus dem Ofen schmecken sie besonders lecker.

“Aber durch dieses Praktikum habe ich eine gute Portion Selbstvertrauen erlangt.”

Auch in meiner Freizeit wurde mir nicht langweilig. So kam es, dass ich mit einer Kollegin an einem Tag nach Grebbestad und Havstenssund gefahren bin, um dort eine deutsche Bibliothekarin zu besuchen, die meine Kollegin in Hamburg kennengelernt hatte. Einen anderen Tag war ich nach einer Wanderung und einer kleinen Pflanzaktion im Garten bei ihr zum Essen eingeladen. So bekam ich auch einen Einblick in das Leben einer schwedischen Familie. Die restlichen Wochenenden verbrachte ich damit, die Umgebung etwas genauer zu erkunden. Dabei durfte ein Besuch in Göteborg und Varberg nicht fehlen. Zum Abschluss meines Aufenthaltes stattete ich dem Musical „Singing in the rain“ einen Besuch ab.

Die Zeit in Schweden war eine tolle Erfahrung, nur leider viel zu kurz. Aber durch dieses Praktikum habe ich eine gute Portion Selbstvertrauen erlangt.

Also wer Lust hat eine andere Kultur kennenzulernen und die Gelegenheit nutzen möchte über einen längeren Zeitraum auch mal eine Fremdsprache zu sprechen, der sollte sich so ein Auslandspraktikum nicht entgehen lassen.

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