Bibliothek – Analoges Tinder?

FlirtBibliothekWir haben bereits im August mal gefragt, warum Sie eigentlich zum Lernen herkommen (s. Beitrag vom 10.08.2017). Und dabei kam uns der Gedanke: Wirklich nur zum Lernen?

Fabian Herriger schrieb im Sommer dieses Jahrs einen sehr schönen Artikel über den Besuch in der Leipziger Universitätsbibliothek (Hier geht es zum Artikel). Er vergleicht die Studierenden auf Arbeitsplatzsuche mit Wölfen und andere wiederum mit Urlaubern auf Mallorca, die ihre Plätze mit Heftern und Schreibblöcken statt Handtüchern belegen. In der Fachbibliothek LK sind die Pausenzettel auch wieder sehr gefragt und alle Plätze äußerst begehrt.

Die Morgenstunden sind ein Schlachtfeld – die Bibliothekare sorgen für die Gerechtigkeit.

Doch dann ist da noch dieser eine Vergleich. Die Bibliothek als analoges Tinder. Studierende kommen laut eigener Aussage eher in die Bibliothek zum Lernen, da dort die Ablenkung geringer ist als Zuhause. Ggf. wird das Handy für eine Zeit weggeschlossen. Ähnlich wie bei der Tomaten-Technik. Aber dann schweift der Blick umher. Man sieht die fleißigen, die schlafenden und die z.B. durch Youtube abgelenkten Studierenden. An einem selbst ziehen andere Studierende auf Platzsuche vorbei. Dann trifft sich der Blick. Hält dieser länger als gewöhnlich, hat man ein Match. Doch die Kontaktaufnahme gestaltet sich oft schwieriger als online. Das Überwinden, den zweiten Schritt zu machen. Denjenigen anzusprechen.

Nach einem Stift fragen? Sich am nächsten Tag unausgesprochen wiedersehen und nebeneinandersetzen (obwohl das bei der Nachfrage an Plätzen schwierig wird)? Oder direkt nach einem gemeinsamen Kaffee in der Cafeteria fragen?

Wie empfindet ihr das? Kann man sich in der Bibliothek auch kennen- oder sogar lieben lernen? Oder bleibt es ein Ort des reinen Lernens von Skripten und Schreiben von Hausarbeiten? Erzählt uns Eure Geschichten.

silhouette-Bücher

-S. Danker-

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