Der : – ) war gestern

Emoji lies dieses buch

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Emojis

Auch Sprachforscher fühlen sich hin- und hergerissen: sind wir auf dem Weg zur Weltsprache oder ist es das Ende der kultivierten Schriftsprache?
Wie begann das alles?

Schwer zu sagen – mit den Hieroglyphen?
Nein, man musste in der digitalen Welt Ironie kennzeichnen und so entstand das Doppelpunkt-Bindestrich-Klammer-Gesicht, ein Emoticon, das mit jeder Tastatur hergestellt werden kann.

Mit der Manga-Kultur wurde der Jugend dann die Weiterentwicklung, die Emojis, angeboten, Kussmund, Glühbirne und immer mehr Objekte des Alltags, die mit der Einführung des Unicodes nun auf Smartphones zur Verfügung standen.

Emoticons hatten noch Probleme gelöst (Ironie!), Emojis sind just for fun und verraten eher etwas über die Persönlichkeit des Absenders. In verschiedenen Ländern benutzt man dieselben Bilder jedoch sehr unterschiedlich, z.B. bedeutet das Feuerwerk-Bild im Osten eher festliche Stimmung, während es in Deutschland hinter bissigen Kommentaren steht.

Als neue Weltsprache taugen sie also doch nicht.

Und wer verschickt nun die meisten Bier-Emojis?
Die Australier.

Quelle: Haluka Maier-Borst: Der : – ) war gestern. In: Schmitz, Colleen M., and Judith Weiss. Sprache Ein Lesebuch von A bis Z. Göttingen: Wallstein, 2016. S. 77-80
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^ak

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